Bye-bye Britain?

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UKIP-Parteichef Nigel Farage (Foto: Ricardo Herrgott)

Das Brexit-Referendum wird zum Schlüsselmoment Europas. Auf dem Spiel steht nicht nur Großbritanniens Verbleib in der EU, sondern die Union als solche. Eine Reise durch eine Insel im Aufruhr und auf der Suche nach sich selbst

Die nahende Revolution ist unsichtbar, aber unüberhörbar. Müssten Historiker einmal die letzten Tage Großbritanniens vor einem EU-Austritt erforschen, hätten sie es schwer. Denn kurz bevor die Briten am kommenden Donnerstag in einem Referendum über den Verbleib in der Union entscheiden, finden sich weder große Plakatserien noch TV-Spots im Land. Und doch gibt es auf der Insel dieser Tage kein anderes Thema als ihn: den Brexit. Alle sprechen darüber, die einen in Furcht, die anderen voller Sehnsucht.

Dabei schien anfangs alles ganz klar. Niemals würden die Briten, deren Exporte zur Hälfte in die EU gehen, für einen Austritt stimmen. Zu riskant, zu unsinnig, zu abwegig. Sie mögen Europa nicht lieben, mit ihren Sonderwünschen dort allen auf die Nerven gehen, aber austreten? Never! Auch Umfragen spiegelten das wider. Dann jedoch begann sich die Stimmung zu drehen. Die EU-Skeptiker holten auf und liegen nun in etlichen Befragungen gleichauf oder bereits vorne. Seither geht ein Gespenst um. Es ist das vom Anfang vom Ende Europas. Denn die Briten dürften zwar die größten Zweifler am gemeinsamen Europa sein, die einzigen sind sie nicht. Gehen aber die Briten, könnten andere Staaten folgen. Länder würden eines nach dem anderen wie Dominosteine aus der EU kippen, das Haus Europa wie jenes aus Karten zusammenfallen.

Eine Reise durch Großbritannien macht klar, dass es längst um mehr geht als „nur“ den Verbleib in der EU. „Wir wollen unser Land zurück“, lautet der Slogan, der so auch von Donald Trump oder Marine Le Pen stammen könnte. Hinter ihm verbirgt sich viel Frust, Ärger und das stetig wachsende Gefühl, dass etwas gehörig falsch läuft.

Eine Reise, sechs Stationen, zehn ganz unterschiedliche Menschen und eine Erkenntnis am Schluss.

Der Rebell

Nigel Farage, UKIP-Parteichef, Bristol

Der Mann, der Schuld am Brexit-Referendum trägt, ist bei blendender Laune. Sein Nachname ist französisch, seine Ehefrau deutsch, sein Humor zutiefst britisch. Nigel Farage ist der Mann der Stunde in der englischen Politik und steht kurz vor seinem größten Sieg. In Bristol, einer Großstadt im Südwesten Englands, stürmt er in Riesenschritten auf die Bühne.

„Stellen Sie sich mal vor, wir müssten nicht darüber abstimmen, ob wir aus der EU austreten, sondern ob wir ihr beitreten wollen“, ruft er in den Saal. „Glauben Sie, der Premier würde eine Mehrheit dafür bekommen, einfach so mal tausend Jahre erfolgreicher britischer Geschichte wegzuschmeißen, um sich einem Haufen ungewählter Leute in Brüssel zu unterstellen?“ Gelächter. „Out“-Rufe. Farage wähnt sich am Ziel. Er ist es, der mit seiner Partei, der UKIP (United Kingdom Independence Party), seit Jahren nur ein Thema kennt: den Austritt aus dieser verhassten Union. Mit Schauergeschichten aus Brüssel, wo er seit 1999 EU-Abgeordneter ist, munitionierte Farage jahrelang die britische Presse auf. Und trieb bald den konservativen Premier David Cameron vor sich her. Der versprach schließlich aus bloßer parteiinterner Machtlogik, zu gegebener Zeit ein Referendum abzuhalten. Als Farage bei den letzten Wahlen fast vier Millionen Stimmen holte, aber aufgrund des Mehrheitswahlrechtes nur einen lausigen Parlamentssitz bekam, erhöhte er den Druck. Nun scheint sein Moment gekommen.

Nach dem Wahlkampfauftritt empfängt er einen im holzvertäfelten Hinterzimmer. In Kübeln liegt Weißwein auf Eis, aber auch der vermag Farages heißes Gemüt kaum zu kühlen. An der EU findet er keine einzige Sache gut, nichts, was es wert wäre, bewahrt zu werden. „Was ist los mit euch auf dem Kontinent“, fragt er launig, „da haben wir für euch die Demokratie erfunden und nun lasst ihr achtzig Prozent eurer Gesetze von Bürokraten in Brüssel machen, die niemand kennt und keiner gewählt hat?“ Farage schwebt nach dem Brexit eine lose Kooperation starker Nationalstaaten vor. Dergleichen war auch schon von einer Le Pen in Frankreich oder der FPÖ zu vernehmen. Von beiden grenzt sich Farage, der bereits Faschist und Rassist genannt wurde, klar ab. „Die sind eher rechts, wir in der Mitte.“

Als das EU-Referendum realistischer wurde, glaubte Farage noch, allein gegen alle zu stehen. „Ich hätte eine schöne Kampagne gemacht, vielleicht 40 Prozent für den Austritt geholt, aber Chance, die Sache zu gewinnen, hätte ich keine gehabt.“ Das ist nun anders. Camerons Konservative sind gespalten, vier Kabinettsminister befürworten den Brexit, ebenso der ehemalige Londoner Bürgermeister Boris Johnson, der im Fall eines Referendumssieges hofft, Cameron als Premier zu beerben.

„Wir haben das Momentum, die Tage der EU sind gezählt“, sagt Farage. Genüsslich legt er den Finger in Brüssels Wunden. Je länger er spricht, desto mehr gleitet er ins Kühne ab. „Wenn wir erst raus sind, seid ihr in Österreich sechs Monate später vermutlich die ersten, die folgen werden. Ihr sollt ja ziemlich euroskeptisch sein, nicht wahr? Das wird fast wie beim Pferderennen. Wer geht früher: ihr oder vielleicht doch die Dänen? Wollen wir wetten?“

Der Überzeuger

Callum Cooper, EU-Werber, Cardiff

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Foto: Ricardo Herrgott

Von Bristol aus führt die Reise weiter über die Hängebrücke des Severn nach Wales. Die gerade einmal drei Millionen Waliser sollen um einiges pro-europäischer eingestellt sein, als die 53 Millionen Engländer. Davon spürt Callum Cooper an diesem warmen Morgen allerdings nur wenig. “I’m in”, steht in großen Buchstaben auf seinem weißen T-Shirt, als er sich am Rande eines Bauernmarkts in Cardiff in Position bringt. Vor ihm liegen zwei Stunden Schwerstarbeit. Der kernige Mann, der sonst für die Hafenbehörde arbeitet, will die Menschen überzeugen, dass sich In-Sein auszahlt. Und so versucht er, einen Passanten nach dem anderen in Gespräche zu verwickeln. 18 Tage unermüdlichen und unbezahlten Einsatzes für die EU, haben ihn lernen lassen, was Erfolg verspricht. Phase 1: Zugeben, dass nicht alles an der EU ideal sei. Das hält die Leute für einen Moment. Phase 2: Sagen, dass ein Austritt ein unabwägbares wirtschaftliches Risiko sei. Jobs wären bedroht, Firmen würden abwandern, Preise stiegen, die Armut auch. Besorgte Blicke, aber auch Zweifel sind die Reaktion. Ein Dame entgegnet barsch, dass ihr die FIrmen und alle da oben egal wären, sie in Pension sei und nur auf sich schaue. Phase 3: Auf unbestrittene, anerkannte Experten verweisen, die die eigene Argumentation stützen. “Wenn Sie ein gesundheitliches Problem haben, gehen Sie ja auch zu einem Arzt, der sich auskennt und vertrauen nicht auf alternative Heilmethoden, die kaum erprobt sind. Warum also ein Risiko eingehen, lieber auf das Bewährte, wenn auch nicht Perfekte, vertrauen.” Wer Callum bis zu diesem Punkt zugehört hat, nickt nun meist. Phase 4: Menschlich werden. Entweder den EU-Austritt mit einer Scheidung vergleichen, die ja auch final wäre. Oder, noch besser, Kleinengland, das nach einem Brexit übrig bliebe, mit einem winzigen Fisch im riesigen Teich. “Bleiben wir nicht drin, landen wir auf dem Tisch und werden verspeist.” Phase 5: Noch einen schönen Tag wünschen und hoffen, dass es etwas gebracht hat.

Die Skeptischen

Andrew und Adrian Gale, Rinderbauern, Grafschaft Wiltshire

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Foto: Ricardo Herrgott

85 Kühe inmitten grünsten englischen Grases, nennen die Gale-Brüder ihr eigen. Sie werden von ihnen gezüchtet, aufgezogen und bei 400 Kilo Lebendgewicht zur Weiterverwertung verkauft. Die Brüder geben sich anfangs skeptisch und grummelig. Andrew, der Ältere, sagt, er würde den Mainstreammedien kein Wort mehr glauben. Alles Lügner, er schaue lieber RT, das vom Kreml finanzierte Fernsehen. Bauern sollten sich als klare EU-Fans outen, war die Annahme, da im Schnitt jeder von ihnen 34.000 Euro im Jahr an Direktförderung erhält. Doch die Brüder schütteln die Köpfe. “Das große Geld kriegen die Riesenfarmen. Für uns bleiben die Krümel. Die Großfarmer beschäftigen alle Polen und Litauer, die sind billiger und zuverlässiger.” Klar, geben die Brüder zu, ein Wegfall des Geldes wäre schon schmerzhaft. Aber wer weiß, vielleicht pendelt sich alles nach einiger Zeit ein. “Wirklich zittern müssen die Riesenfarmen, die rüber auf den Kontinent exportieren. Aber wir?” Noch sind sie nicht vollends entschlossen, für den Brexit zu stimmen. Ihr Herz sagt irgendwie Ja dazu, der Verstand dann doch eher Nein. Doch ein Verdacht bleibt: Die EU, das sei etwas, das den Konzernen nützt, nicht den Bürgern.

Der Pragmatische

Richard Bannister, Pub-Manager, Poole, Grafschaft Dorset

Bildschirmfoto 2016-08-01 um 20.46.11Die Fahrt führt weiter, ganz in den Süden, ans Meer. Poole ist eine Küstenstadt am Ärmelkanal. Von hier legen Fähren nach Frankreich ab und Schiffe aus aller Welt docken im Hafen an. Entlang des Kais wirkt England wie in den 80er-Jahren. Im Radio spielen sie “Gold” von “Spandau Ballet” und Elton John mit “I’m still standing”. Väter kaufen ihren Söhnen Fish and Chips für vier Pfund, über ihren Köpfen kreisen die Möwen. Und Richard Bannister freut sich über die vielen Gäste im “Jolly Sailor”-Pub. “Ich bleib drinnen”, sagt er, ohne zu überlegen. “Wir leben vom Hafen, von den Touristen, von Sprachschülern. Bei mir läuft’s, ich verdiene gut, warum irgendwelche Experimente?” Bannister ist das, was Engländer einen “funny fellow” nennen, ein lustiger Kerl, mit dem Herz am rechten Fleck. “Nur mit der Immigration müssen sie aufpassen, sonst verlieren sie das am Ende noch”, spricht er eine vielsagende Warnung aus.

Der Unentschlossene

Stuart May, Fischer und Arbeiter, Poole

Bildschirmfoto 2016-08-01 um 20.46.23Nur ein paar hundert Meter hinter Bannisters Pub, liegt Stuart May mit seinem Kutter vor Anker. Seine Hände gleichen Pranken, denen man zutraut, Fische auch ohne Angel fangen zu können. Aber mit der Fischen ist es sowieso so eine Sache. “Alles streng durch die EU-Fangquoten geregelt”, sagt May, “wir sind eine Insel, aber haben kaum noch Fischerei. Sonderbar, nicht wahr?” May ist ein gutmütiger Kerl, der seit Wochen die Brexit-Debatte verfolgt und trotzdem nicht weiß, auf welcher Seite er steht. “Jeder wirft mit Zahlen um sich. Die einen sagen, wir zahlen 350 Millionen Pfund die Woche an Brüssel, die anderen führen den Nachweis, dass das Schwachsinn ist. Am Ende glaubst du dem, der dir sympathischer wirkt, nicht wahr?” May fischt nur noch sporadisch, arbeitet tagsüber als Ein-Mann-Firma auf dem Bau. “Ich mag euch Europäer. Ich fahre oft nach Frankreich oder nach Spanien. Alles nette Leute, bloß das in Brüssel, das muss besser funktionieren. Gerade mit all denen, die zu uns zum Arbeiten kommen.” Er spricht jenes Thema an, das längst zum wichtigsten in der Brexit-Debatte geworden ist: Die Zuwanderung aus der EU. Allein im vergangenen Jahr strömten 330.000 Arbeitskräfte auf die Insel. Die meisten von ihnen aus Ländern wie Polen, Litauen, aber zunehmend auch Bulgarien und Rumänien. Ihre Zahl übertrifft alle Erwartungen und Schätzungen. Viele Briten beschleicht die Furcht, dass es allmählich eng auf ihrer Insel wird. Hinzu kommt die Angst vor steigendem Druck bei den Löhnen und noch höheren Mieten. “Wir müssten jedes Jahr eine Stadt so groß wie Bristol bauen”, sagt auch May, “das geht nicht.” Zwar ist die Arbeitslosigkeit zuletzt recht niedrig und Zuwanderer in Branchen wie der Landwirtschaft oder dem Gesundheitsbereich längst unverzichtbar – aber die Rasanz der Entwicklung und deren Folgen überfordern viele.

Die EU-phorische

Becky Power, Studentin, Southampton, Grafschaft Hampshire

Bildschirmfoto 2016-08-01 um 20.46.16Der Campus der Universität von Southampton liegt in fast tropischem Grün. Einzelne Gebäude liefern Schatten, weite Wiesen viel Raum zum Lesen, Lernen und Liegen. Das tut auch Becky Power, die Physiotherapeutin werden will, ausreichend. Ihre Uni zählt zu den besten des Landes und ihre Meinung zur EU gleicht der vieler Altersgenossen. “Klar pro, was sonst?”, sagt sie, ohne zu zögern. “Wir alle kennen doch gar nichts anderes. Es funktioniert für uns, also warum irgendwelche komischen Experimente?” Die Umfragen zeigen, dass sich Zustimmung und Ablehnung zur EU klar anhand des Alters, aber auch des Einkommens, ablesen lassen. Wer jünger, gebildeter und besser verdienend ist, neigt zu Brüssel. “Meine Oma schwärmt hingegen vom Brexit”, sagt Becky, “Sie will wieder so ein England wie in den 50er-Jahren. Ich habe ihr gesagt, schau Granny, das spielt es mit oder ohne EU nicht mehr, aber wer weiß, ob das etwas gebracht hat?”

Sir Brexit und Lady Leave

Edward Farmer und Lindsay Jenkins, Ex-Banker, London-Fulham

Bildschirmfoto 2016-08-01 um 20.46.29Auf nach London, rein in die Hauptstadt, die vielleicht globalisierteste Metropole Europas. Das alte London ist tot. Ein Drittel seiner acht Millionen Bewohner im Ausland geboren. Reichen Arabern gehört halb Mayfair, den Russen Knightsbridge, während moderne Lohnsklaven aus Polen oder Bulgarien weit draußen in den Vororten hausen.

Fulham, im Südwesten, war einmal ein Arbeiterviertel. Heute lebt in den weißen viktorianischen Häuschen die Hochfinanz. Auch Edward Farmer war drei Jahrzehnte lang Banker. Nun, im halben Ruhestand, wurde er zu Sir Brexit, dem Mann, der in London die Austrittskampagne organisiert. Sein schmuckes Häuschen kaufte er in den 80er-Jahren für 85.000 Pfund, heute ist es 1,3 Millionen wert. „London braucht die EU nicht, wir spielen in einer Liga mit New York und Singapur“, sagt er, „aber die Multis und Großbanken, meine einstigen Arbeitgeber, die brauchen sie. Daher sponsern sie die Bleibe-Kampagne mit Millionen. Das Warum ist einfach: für sie ist die EU wie geschaffen, sie müssen nur einmal in Brüssel lobbyieren, anstatt sonst in jeder Haupstadt.“

Ihm zur Seite steht Lindsay Jenkins, wie Farmer eine gestandene Konservative, die vom EU-Schlingerkurs ihrer Partei entsetzt ist. Beide werben sie für den Brexit auf schwierigem Territorium, denn London ist dann doch europäischer als sie annehmen.

Der Entwurzelte

Tony Nolan, Fensterputzer, London-Harrow

Bildschirmfoto 2016-08-01 um 20.46.41Harrow liegt dort, wo London langsam ins Ländliche ausfranst. Weit im Westen, ist es eines der ethnisch vielfältigsten Viertel des Königreichs. Wenngleich das Miteinander in Wirklichkeit mehr ein Nebeneinader ist. „Das ist nicht länger mein London“, sagt Tony Nolan, „ich erkenne die Stadt kaum wieder.“ Er war sein Leben lang draußen, hat Fenster geputzt und tut es bis heute. „Ich bin froh, schon alt zu sein. Mit Arbeit konnte ich mir ein Haus bauen und eine Familie finanzieren. Heute würde ich am Hungertuch nagen.“ Verantwortlich dafür macht er den starken Zuzug, der die Löhne nach unten drückt. Und daher neigt er auch dazu, am kommenden Donnerstag für den EU-Austritt zu stimmen. Ganz sicher ist er sich aber noch nicht. „Vielleicht geben wir denen in Brüssel zu oft die Schuld an Dingen, für die sie gar nichts können?“ Nolan schwankt, immerhin kam er einst selbst als Migrant aus Irland nach London. „Aber damals gab es noch Jobs für einfache Männer wie mich. Heute bräuchte ich als Fensterputzer wohl auch schon ein Uni-Diplom.“

Ein Pub vor dem Flughafen Heathrow ist die letzte Station. Wie das Referendum ausgehen wird, weiß auch dort keiner. In einem sind sich aber alle einig. Die EU macht kein gutes Bild. Sie scheint an den wesentlichen Fragen der Zeit zu scheitern, kann keine Antworten auf Probleme liefern, die so viele ihrer Bürger bewegen. Erst die Ängste einer globalisierten Welt lassen ein Idyll namens früher verführerisch wirken. Es mag trügerisch sein, aber solange kein besserer Plan, keine glaubwürdigere Alternative, entsteht, wird diese Verheißung weiter Zulauf finden.

Bei den Briten drückt sie sich gerade in der Gegnerschaft zur EU aus, in Amerika etwa im Aufstieg Donald Trumps. Menschen jedoch nur als Verlierer abzustempeln, ist hilflos. Sie haben eine Stimme – und vielleicht gar eine Mehrheit.

Erschienen in NEWS 24/2016